Deutschland

Kultusminister beraten über neues Schuljahr unter Corona-Bedingungen

Das Logo der Kultusministerkonferenz (Symbolfoto) Foto: picture alliance/dpa

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) berät am Donnerstag über die Vorbereitung des kommenden Schuljahres. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie der Schulbetrieb mit Blick auf die Corona-Pandemie nach den Sommerferien weitergehen soll.

KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD) hatte gesagt, es sei wichtig, dass die Schulen nach dem Sommer in voller Präsenz öffnen, unabhängig davon, ob Kinder geimpft sind oder nicht. Im noch laufenden Schuljahr haben erste Bundesländer wegen der gesunkenen Corona-Zahlen bereits Lockerungen bei der Maskenpflicht an den Schulen angekündigt.

Die Ministerinnen und Minister wollen außerdem eine gemeinsame Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule verabschieden. Auf der Tagesordnung der Videokonferenz steht dazu ein Gespräch mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und den Vorsitzenden der Gemeinsamen Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens, Felix Klein und Samuel Salzborn.

Bei ihren Beratungen wollen die Ministerinnen und Minister auch eine gemeinsame Empfehlung der KMK, des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule beschließen. In der Videokonferenz zugeschaltet sind der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und die Vorsitzenden der Bund-Länder-Kommission, Felix Klein und Samuel Salzborn.

In einem Entwurf der Empfehlung, der der dpa vorliegt, sind unter anderem Hilfestellungen für Lehrkräfte enthalten. So werden Unterschiede zwischen politischem, sozialem, religiösem und rassistischem Antisemitismus erklärt. Empfohlen wird in dem Papier auch, dass neben der zwingend nötigen Thematisierung des Holocaust im Geschichtsunterricht »das Judentum im Unterricht nicht auf die Themen der Verfolgung und Schoah sowie die Opfer-Perspektive reduziert wird«.

Antisemitische Äußerungen und Vorfälle müssten an Schulen als solche benannt werden und dürften nicht bagatellisiert, relativiert, verschwiegen oder ignoriert werden, heißt es in dem Entwurf. Schülerinnen und Schülern sollten demnach Begegnungen mit Jüdinnen und Juden ermöglicht werden, etwa über Austauschprogramme und Partnerschaften mit Schulen in Israel. In der Lehrerbildung wird zudem eine intensivere Vermittlung von Kenntnissen zu Antisemitismus, Judentum und jüdischer Geschichte und Gegenwart gefordert.

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