Judenhass

Festnahme nach Brandanschlägen in Berlin

Berliner Polizei hat Tatverdächtigen nach Brandanschlägen inhaftiert Foto: picture alliance / Fotostand

Nach drei Brandanschlägen mit antisemitischem und homophobem Hintergrund ist in Berlin ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Der 63-Jährige sei am Dienstagnachmittag an seiner Wohnanschrift im Ortsteil Baumschulenweg angetroffen und festgenommen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Mittwoch mit.

Er habe die Taten bei seiner Verhaftung »umfänglich« eingeräumt. Die weiteren Ermittlungen zu dem Sachverhalt dauerten an.

Am vergangenen Samstag war eine Bücherbox mit Bezug zum Holocaust-Mahnmal »Gleis 17« in Berlin-Grunewald in Brand gesetzt worden. Zudem wurde am Samstagmorgen auf das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Tiergarten ein Brandsatz geworfen.

Bekennerschreiben An beiden Tatorten hinterließ der Täter Bekennerschreiben mit antisemitischen und homophoben Inhalten. Zitiert wurden nach Angaben des Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) unter anderem Bibelverse, die häufig für die Agitation gegen sexuelle Minderheiten missbraucht würden. Der Verband hatte den Vorfall an dem Homosexuellen-Denkmal zuerst bekannt gemacht.

In der Nacht zu Montag wurden zudem die Räume eines Vereins lesbischer Frauen in Berlin-Neukölln beschädigt. Neben der zerstörten Schaufensterscheibe fanden Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei auch verbrannte sowie verkohlte Flugblätter und Broschüren im Innenraum vor. epd

Ungarn

Netanjahu in Budapest eingetroffen

Viktor Orban ignoriert den Haftbefehl, den der Internationale Strafgerichtshof gegen Israels Premier erlassen hat - und heißt ihn willkommen

 03.04.2025

USA

Was hinter dem möglichen Rückzug von Elon Musk aus dem Weißen Haus stecken könnte

»Politico« zufolge mehren sich Spekulationen über wachsenden Unmut rund um Musk

von Luzia Geier  02.04.2025

Bayern

Nazi-Raubkunst: Staatsminister um den Schlaf gebracht

Bayerns Kunstminister Markus Blume hat gleich mehrere Untersuchungen angekündigt. Auf seine eigene Rolle ging er kaum ein

von Michael Thaidigsmann  02.04.2025

München

Wie ein Münchner Jude mit Postkarten gegen Hitler kämpfte

Lange war er vergessen, jetzt hat sein Enkel ein Buch über ihn geschrieben: Benno Neuburger kämpfte mit anonymen Postkarten gegen die Nazis - bis er ein Detail übersah, das ihn verriet

von Christoph Renzikowski  02.04.2025

Weimar

Rede von Omri Boehm bei Buchenwald-Gedenken abgesagt

Wegen der Einladung Boehms habe sich ein Konflikt mit Vertretern der israelischen Regierung angebahnt, in den man die KZ-Überlebenden nicht hineinziehen wolle, so Gedenkstellenleiter Jens Christian Wagner

 02.04.2025

NS-Widerstand

Dietrich Bonhoeffer: Vor 80 Jahren hingerichtet - bis heute verehrt

Dietrich Bonhoeffer bezahlte seinen Widerstand gegen die Nazis mit dem Leben. Heute wird der evangelische Theologe von Christen in aller Welt verehrt. Dass er von Radikalen vereinnahmt wird, missfällt seiner Familie

 02.04.2025

Vor 45 Jahren

Der Dachauer Hungerstreik und seine Hintergründe

Die Bundesrepublik Deutschland sollte endlich anerkennen, dass auch Sinti und Roma im NS-Regime Opfer eines Völkermords geworden waren

 02.04.2025

Bildung

Historiker plädiert für mehr Antisemitismus-Prävention bei Lehrern

Es gäbe oft Probleme, Formulierungen und Codes der rechtsextremen Szene zu erkennen

 02.04.2025

Berlin

»Wunder der Geschichte«: Der Zentralrat der Juden in Deutschland wird 75

Die früheren Bundespräsidenten Gauck und Wulff würdigen den jüdischen Dachverband

von Imanuel Marcus  02.04.2025