Thuringia

»Cheap racist propaganda«

Josef Schuster, President of the Central Council Foto: Zentralrat der Juden

After the increase in votes for the AfD in the state elections in Thuringia, the Central Council of Jews in Germany has again warned against a right-wing slide in Germany. »Almost a quarter of the voters in Thuringia have opted for a right-wing radical party. Especially in Thuringia there is no doubt about the right-wing national orientation of the AfD, which in my opinion can be classified as anti-democratic«, said Josef Schuster, President of the Central Council.

Everyone who voted for AfD on Sunday bears a share of responsibility for gradually undermining the foundations of democracy, Schuster stressed. »Many AfD voters have been captured by cheap racist propaganda and the devaluation of the ruling parties. However, it can be expected from all responsible citizens to closely look at which party they vote for.

CONSTITUTIONAL STATE The common excuse of the protest vote no longer works, Schuster continued. «Whoever votes for AfD chooses the path to an anti-democratic Germany. Whoever votes for AfD chooses to say goodbye to the freedoms of our democratic constitutional state.»

The AfD more than doubled its result in the election.

The International Auschwitz Committee also warned about the election results of the AfD. «For survivors of the German concentration camps this massive increase in the number of votes for the AfD in Thuringia is a renewed signal of terror, which raises fears of a further consolidation of right-wing extremist attitudes and tendencies in Germany,» announced Vice-President Christoph Heubner.

According to the preliminary official result, the current red-red-green state government no longer has a majority in Thuringia. According to the results, The Left party with state premier Bodo Ramelow received 31.0 percent of the vote, followed by the AfD with 23.4 percent, the CDU with 21.8 percent, and the SPD with 8.2 percent. The Greens and FDP made it into the Thuringian state parliament with 5.2 and 5.0 percent respectively. ja/dpa/epd

Untersuchung

ADL: Manipulierte Wikipedia-Einträge über Israel immer noch nicht korrigiert

Die Anti-Defamation League wirft den Betreibern der Online-Enzyklopädie vor, zu wenig gegen die Manipulation von Einträgen zu unternehmen, die sich mit Themen wie dem Nahostkonflikt und dem 7. Oktober befassen

 15.10.2026

Statistik

Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich bleibt auf hohem Niveau

Der Ausnahmezustand sei zum Alltag geworden, beklagt eine Antisemitismus-Meldestelle in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut Hunderte einschlägige Fälle gezählt

 15.10.2026

Berlin

Trotz vieler Hürden: Berliner Parteien sondieren weiter

»Kommunikationsdesaster« oder heilsamer Weckruf? Nach dem Streit um das Vorgehen gegen Antisemitismus sprechen Linke, Grüne und SPD weiter über eine Regierung. Aber es bleibt schwierig

von Andreas Heimann, Torsten Holtz  15.10.2026

Mitglieder der JSUD vor dem Eingang zum Synagogenhof der Jüdischen Gemeinde Halle

Nach Eklat von Halle

Polizei ermittelt gegen jüdische Studenten

Aktivisten der Jüdischen Studierenden Union hatten sich dem rechtsextremen AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider in den Weg gestellt, als dieser an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechtsextremen Anschlags teilnehmen wollte. Das hat ein juristisches Nachspiel

 15.10.2026

Rechtsterrorismus

Zwickau gedenkt NSU-Opfern

Der »Nationalsozialistische Untergrund« ermordete zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven. Zuletzt lebte die Terrorzelle in Zwickau. Die Stadt gedenkt der Terroropfer

 15.10.2026

Hamburg

Attentate auf Josef Schuster und Volker Beck geplant: Iranische Spione müssen ins Gefängnis

Zwei Männer haben im Auftrag Teherans jüdische und proisraelische Ziele in Deutschland für Anschläge ausgespäht. Das Oberlandesgericht hat sie deshalb nun zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

von Nils Kottmann  15.10.2026 Aktualisiert

Golf von Oman

US-Militär: Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört

Immer wieder greifen der Iran und die USA gegenseitig Handelsschiffe und Tanker an. Was ist nun passiert?

 15.10.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD verhandeln wieder

Das von den Sondierern beschlossene Antisemitismus-Papier soll auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden

 15.10.2026

Debatte um Erklärung

Hickhack bei Rot-Grün-Rot: Das steht in den Antisemitismus-Papieren

Die Berliner Regierungsbildung stockt, nachdem die Linke im Abgeordnetenhaus ein eigenes Papier zum Kampf gegen Antisemitismus gebilligt hat. Wo sich die zwei Erklärungen unterscheiden

 14.10.2026