USA

»Ich fühlte mich verpflichtet, den Film zu beenden«

»In dem Film ging es ursprünglich um die Gefahr von Trump und Trumpismus«: Sacha Baron Cohen Foto: imago

Komiker Sacha Baron Cohen (49) hat sich aus politischen Gründen verpflichtet gefühlt, einen zweiten »Borat«-Film zu drehen - um Missstände in der US-Demokratie offenzulegen. »Ich fühlte, dass die Demokratie in Gefahr war, ich fühlte, dass das Leben der Menschen in Gefahr war, und ich fühlte mich verpflichtet, den Film zu beenden«, sagte der britische Schauspieler dem Magazin »Variety«.

Trotz Coronavirus und Zurückweisung durch den Produzenten habe er den Film beenden wollen, nachdem er gesehen habe, wie US-Präsident Donald Trump mit der Pandemie umgegangen sei. »In dem Film ging es ursprünglich um die Gefahr von Trump und Trumpismus«, sagte der Komiker. »Was das Coronavirus zeigte, war, dass seine (Trumps) Verbreitung von Lügen und Verschwörungstheorien eine tödliche Wirkung hat.«

Cohen sagte, er habe auf ein Veröffentlichungsdatum vor der Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 gedrungen. »Ich will nicht egoistisch behaupten, dass die Leute »Borat« sehen und nicht für Trump stimmen würden - aber das war das Ziel.« Deswegen habe man sich für eine virtuelle Premiere entschieden und nicht gewartet, bis die Kinos nach der Corona-Pandemie wieder öffnen.

»Borat Subsequent Moviefilm« ist der zweite Film Cohens in dieser Rolle. Wie schon 2006 reiste der Brite durch die USA, kam als fiktiver Reporter mit Menschen ins Gespräch und verwickelt sie in mitunter komische oder auch entlarvende Situationen.

Aufgegabelt

Mazze-Sandwich-Eis

Rezepte und Leckeres

 18.04.2025

Pro & Contra

Ist ein Handyverbot der richtige Weg?

Tel Aviv verbannt Smartphones aus den Grundschulen. Eine gute Entscheidung? Zwei Meinungen zur Debatte

von Sabine Brandes, Sima Purits  18.04.2025

Literatur

Schon 100 Jahre aktuell: Tucholskys »Zentrale«

Dass jemand einen Text schreibt, der 100 Jahre später noch genauso relevant ist wie zu seiner Entstehungszeit, kommt nicht allzu oft vor

von Christoph Driessen  18.04.2025

Kulturkolumne

Als Maulwurf gegen die Rechthaberitis

Von meinen Pessach-Oster-Vorsätzen

von Maria Ossowski  18.04.2025

Meinung

Der verklärte Blick der Deutschen auf Israel

Hierzulande blenden viele Israels Vielfalt und seine Probleme gezielt aus. Das zeigt nicht zuletzt die Kontroverse um die Rede Omri Boehms in Buchenwald

von Zeev Avrahami  18.04.2025

Ausstellung

Das pralle prosaische Leben

Wie Moishe Shagal aus Ljosna bei Witebsk zur Weltmarke Marc Chagall wurde. In Düsseldorf ist das grandiose Frühwerk des Jahrhundertkünstlers zu sehen

von Eugen El  17.04.2025

Sachsenhausen

Gedenken an NS-Zeit: Nachfahren als »Brücke zur Vergangenheit«

Zum Gedenken an die Befreiung des Lagers Sachsenhausen werden noch sechs Überlebende erwartet. Was das für die Erinnerungsarbeit der Zukunft bedeutet

 17.04.2025

Bericht zur Pressefreiheit

Jüdischer Journalisten-Verband kritisiert Reporter ohne Grenzen

Die Reporter ohne Grenzen hatten einen verengten Meinungskorridor bei der Nahost-Berichterstattung in Deutschland beklagt. Daran gibt es nun scharfe Kritik

 17.04.2025

Interview

»Die ganze Bandbreite«

Programmdirektorin Lea Wohl von Haselberg über das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg und israelisches Kino nach dem 7. Oktober

von Nicole Dreyfus  16.04.2025