Einwanderung

Berlin bleibt attraktiv für Israelis

Sehnsuchtsort Berlin: Die Stadt zieht besonders israelische Akademiker an. Foto: Flash90

Deutschland verzeichnet weiterhin mehr israelische Einwanderer als Auswanderer. Zwar seien im vergangenen Jahr 185 jüdische Deutsche nach Israel ausgewandert, und damit habe die Einwanderung aus Deutschland wieder zugenommen, sagte Jigal Palmor von der Jewish Agency in Jerusalem dem Evangelischen Pressedienst. Dennoch könne man nicht von einem gesellschaftlichen Trend sprechen, denn dafür sei die Einwanderung zu gering. Im Jahr 1963 waren 302 Deutsche nach Israel ausgewandert, nach Angaben der Jewish Agency war das der statistische Rekord.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden vom Montag hielten sich zum Stichtag 31. Dezember 2017 insgesamt 13.795 israelische Staatsbürger in Deutschland auf, die Mehrheit von ihnen lebt in Berlin. Im Jahr 2017 zogen 2083 Personen mit israelischer Staatsbürgerschaft nach Deutschland, 1313 verließen das Land im selben Zeitraum.

Rund 14.000 Israelis lebten im Jahr 2017 in Deutschland – die meisten von ihnen in Berlin.

Akademiker Berlin, New York und das Silicon Valley haben nach Angaben der israelischen Statistikbehörde die größte Anziehungskraft auf israelische Akademiker. Das Central Bureau of Statistics nannte in seiner Mitteilung am Montag allerdings keine Zahlen.

Die Statistik der Jewish Agency in Jerusalem erfasst nur die diejenigen, die nach Israel ausgewandert sind. Offen ist, wie viele Juden Deutschland in Richtung USA, Kanada oder anderer Länder verlassen haben. Nicht erfasst wird auch die Zahl der Einwanderer, die nach einer »Probezeit« in Israel nach Deutschland zurückkehren.

Insgesamt haben aufgrund des israelischen Gesetzes »Recht auf Rückkehr« 275.000 Deutsche die Option, nach Israel auszuwandern. Dieses Gesetz erlaubt Juden die Einwanderung nach Israel und die Option, die israelische Staatsbürgerschaft zu erwerben.  epd/ja

München

Münchner Amerikahaus zeigt Bilder der US-Fotografin Lee Miller

Kate Winslet setzte Lee Miller mit »Die Fotografin« ein filmisches Denkmal. Einen Einblick in Millers herausragendes Werk gibt nun eine Münchner Schau.

 05.02.2025

Los Angeles

Adrien Brody: Kim Kardashian jagte mein Internet in die Luft

Adrien Brody kann für seine Rolle in »Der Brutalist« auf einen zweiten Oscar hoffen. Große Aufmerksamkeit bekam er zuletzt auch wegen eines Projekts, in dem er gar nicht mitspielt

 04.02.2025

Kulturkolumne

Die Willkür von Symbolen

Gedanken zu Swastika, Hakenkreuz und roten Dreiecken in Fernost

von Laura Cazés  04.02.2025

Kassel

Documenta-Gesellschaft veröffentlicht Verhaltenskodex

Die Weltkunstschau trete »jeder Form von Antisemitismus, Rassismus und jedweder anderen Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit« aktiv entgegen, heißt es darin

 03.02.2025

Glosse

Der Rest der Welt

Von wegen Laufmaschen: Geschichten aus Strumpfhausen

von Nicole Dreyfus  03.02.2025

Eurovision

Der traurigste Tanz der Welt

Yuval Raphael überlebte den Nova-Rave am 7. Oktober. Nun vertritt sie Israel beim Song Contest

von Sabine Brandes  02.02.2025

Aufgegabelt

Jerusalemer Bagel

Rezepte und Leckeres

 02.02.2025

TV-Tipp

Paul Newman im großen Arte-Themenabend

Spielerdrama »Die Farbe des Geldes« und Doku über den US-Filmstar

 01.02.2025

Kultur

Uraufführung des Oratoriums »Annes Passion«

Über die Darstellung von Anne Frank in veschiedenen Kunstformen streiten Historiker und Autoren seit mindestens 70 Jahren. Das Oratorium von Evgeni Orkin entfacht die Kontroverse neu

von Valentin Schmid  31.01.2025