Great Barrier Reef

»Wir müssen groß denken«

Australiens Umweltminister Josh Frydenberg Foto: dpa

Herr Minister, vor wenigen Tagen haben Sie eine Kampagne ins Leben gerufen, um das Great Barrier Reef zu schützen. Wie ist bislang das Feedback?
Es ist eine offene Einladung an unsere herausragendsten wissenschaftlichen Köpfe, Industrie- und Geschäftsführer sowie Unternehmer, Lösungsansätze zu entwickeln, wie wir die Korallen schützen und die Erholung des beschädigten Korallenriffs befördern können. Bislang gibt es eine vielversprechende Resonanz aus einem breiten Spektrum von möglichen Bewerbern.

Welche Kriterien müssen die Projekte der Wissenschaftler erfüllen, um eine Förderung zu erhalten?
Die eingereichten Vorschläge müssen einer Reihe von unterschiedlichen Kriterien standhalten. Unter anderem kommt es darauf an, wie gut sie die Herausforderung an sich erfüllen, wie gut umsetzbar die Idee ist und welches kommerzielle Potenzial sie hat. Wir haben dazu weitere Informationen online gestellt: www.advance.qld.gov.au/small-business/sbir.aspx.

Das Great Barrier Reef befindet sich in einem sehr kritischen Zustand. Wie kann Ihre Initiative dabei helfen, das Korallenriff zu retten?
Das Great Barrier Reef ist das größte lebende Wunder der Erde, und die Korallen sind ein wichtiger Teil seines ökologischen Systems. Jedoch ist die Bandbreite der Probleme, mit denen es zu kämpfen hat, enorm. Wir müssen groß denken. Durch unsere Initiative können wir Lösungsansätze aus vielen Bereichen erhalten und uns auf etliches fokussieren: ob es nun darum geht, die Korallen weniger äußerlichen Stressfaktoren auszusetzen oder deren Regeneration zu erhöhen.

Demnächst ist Tu Bischwat – ein Tag, an dem die Natur im Mittelpunkt steht und Bäume gepflanzt werden. Wie feiern Sie?
Ob man nun Bäume pflanzt, etwas getrocknetes Obst isst oder sich einfach nur einen Moment nimmt, um darüber nachzudenken: Tu Bischwat ist nicht nur dazu da, unsere Umwelt zu feiern, sondern auch, um die Aufmerksamkeit dafür zu erhöhen, wie wichtig sie ist und wie wir sie besser schützen können.

Die Fragen an den australischen Umweltminister stellte Katrin Richter.

www.joshfrydenberg.com.au

Frankreich

Anarchie und Antisemitismus

Was mit Schülerprotesten gegen schlechte Lernbedingungen begann, hat sich zu gewalttätigen politischen Unruhen ausgewachsen, befeuert von Judenhass

von Laura Sahin  19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026

Frankreich

Prozess eröffnet: Rima Hassan droht Entzug des passiven Wahlrechts

Die israelfeindliche linke Europaabgeordnete muss sich in Paris wegen mutmaßlicher Terrorverherrlichung verantworten

 19.10.2026

Kommentar

»Wir sind keine Juden«: Die hässliche Fratze der französischen Krawalle

Es zeigt sich eine Querfront der Aggression, bei der sozialer Frust, postkolonialer Opfermythos und tiefsitzender Judenhass verschmelzen

von Ute Cohen  19.10.2026

Großbritannien

»Telegraph«: BBC-Datenexperte offenbar israelfeindlicher Aktivist

Ein leitender KI-Fachmann des britischen Senders soll laut »Telegraph« einst wegen eines Al-Qaida-Handbuchs festgenommen worden sein. Die BBC sieht keinen Bezug zu seiner Arbeit

 18.10.2026

Tschechien

Herr Rambo mag es süß

Ein jüdischer Gastronom in Prag ist zum Instagram-Star aufgestiegen. Er verkauft »heimishe Trdelaich«, T-Shirts und Baseballcaps und erreicht mit seinen Sprüchen Hunderttausende

von Kilian Kirchgeßner  18.10.2026

Frankreich

Paris: Synagoge bei Ausschreitungen offenbar beschädigt

Videos in sozialen Netzwerken zeigen offenbar Verwüstungen in einer Synagoge im 19. Arrondissement. Verletzte wurden nicht gemeldet

 18.10.2026

Diaspora

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Großbritannien

Universität Bath sagt Seminar mit Hochschule in Gaza ab

Eine Dozentin hatte britische Studenten aufgefordert, palästinensische Darstellungen des Nahostkonflikts nicht infrage zu stellen. Die Universität entschuldigte sich für die Vorgaben.

von Nicole Dreyfus  15.10.2026