EILMELDUNG! Medienbericht: Iran soll Ermordung von Josef Schuster und Volker Beck geplant haben

Nachum Presman

Fünf Minuten mit Rabbiner Nachum Presman über den Bau der Potsdamer Synagoge

Herr Rabbiner Presman, braucht Potsdam tatsächlich eine Synagoge?
Zweifellos. Hier an der Havel leben etwa 1.000 Juden. Wenn diese Menschen Juden bleiben wollen und auch ihre Kinder in der Tradition stehen sollen, dann brauchen wir die Synagoge.

Wie soll denn das Nutzungskonzept aussehen?
Machen wir es doch nicht so kompliziert! Die Synagoge soll natürlich ein Gemeindezentrum beherbergen, soziale Arbeit leisten und Kultur anbieten. Das wesentliche Konzept bekommen wir aus der Tora. Wir sind zuallererst eine Religionsgemeinde.

Andere Strömungen – zum Beispiel die Reformer – sind gleichfalls eingeladen?
Alle Juden sind hier herzlich willkommen, warum sollten wir Unterschiede machen? Bei der Gestaltung des religiösen Lebens brauchen wir dann schon eine klare Linie und keinen Salat.

In Potsdam gibt es zur Zeit drei bis vier jüdische Gruppierungen, die eher neben- statt miteinander agieren.
Es gibt Probleme und Verletzungen, aber man muss schon genauer hinschauen, was die Menschen bewegt. Wer sagt denn, dass jüdische Religion und Kultur nicht zusammenpassen?

Aber wie bekommt man sie näher zusammen?
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir im künftigen Gemeindezentrum auch Einrichtungen wie das Kulturzentrum KIBUZ integrieren können. Ich denke, wir gehören räumlich zusammen. Schwieriger ist es mit der Gesetzestreuen Landesgemeinde, zumindest solange sie sich als einzig wahre Gemeinde im Land verstanden wissen will. Das schafft Probleme und ist ganz sicher nicht im Sinne der Tora. Wenn die Gesetzestreue Gemeinde zu verstehen beginnt, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können, dann, glaube ich, gibt es wieder Hoffnung.

Seit 13 Jahren arbeiten Sie als einziger Rabbiner in Brandenburg, betreuen insgesamt sieben Gemeinden. Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Unterstützung durch das Land?
Eine schwierige Frage. Auf der einen Seite ist der politische Wille, jüdisches Leben in Brandenburg zu fördern, spürbar – besonders hier in Potsdam. Andererseits beziehe ich seit acht Jahren kein Gehalt über das Land. Ich kenne keinen anderen Fall, in dem sich ein Landesrabbiner quasi auf eigene Faust ernährt. Es wäre schon schön, mal wieder morgens aufzuwachen, ohne gleich über die nächste Fundraising-Aktion nachzudenken.

Wie entwickeln sich die Gemeinden generell im Land Brandenburg?
Mit ihren relativ kleinen Mitgliederzahlen haben sie natürlich einen schweren Stand. Aber viele der Menschen wollen mehr über ihr Judentum lernen, und wir müssen alles für eine verbesserte jüdische Bildung und Erziehung tun. Das ist der Schlüssel zum Überleben.

Mit dem Rabbiner von Brandenburg sprach Olaf Glöckner. Foto: Marco Limberg

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026

Brüssel

Deutschland und Italien bremsen EU-Vorstoß gegen Israels Assoziierungsabkommen

Spanien, Slowenien und Irland fordern eine Debatte über das Abkommen. Außenminister Wadephul bezeichnet den Vorstoß als »unangemessen«

 22.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert