sommerpause

Das tanzende Klassenzimmer

Knapp 30 Auftritte hatten die Schüler der vier Jahrgangsstufen zum Abschluss des Schuljahres vorbereitet. Zusammen mit ihren Lehrern und musikalisch unterstützt von der Musikpädagogin Luisa Pertsovska entstand so eine »Weltklasse Show«, wie Michael Fischbaum, der Vorsitzende der Schul- und Erziehungskomission, das Programm des Sommerfestes im Gemeindezentrum am Jakobsplatz lobte. Mit dem Lied »Herzlich Willkommen« begrüßten die drei ersten Klassen die Gäste im voll besetzten Hubert-Burda-Saal.
Ein riesiger Baum, der für die vier Jahreszeiten stand, wurde als Bühnenbild von der Neigungsgruppe Kunsterziehung der Klasse 4 a gefertigt. Pantomimisch stellte die Klasse 3 a die Jahreszeiten vor: Vom Herbst über Winter und Frühling bis zum Sommer schlugen die Kinder in ihrer Geschichte den Bogen nicht nur über das Kalenderjahr, sondern auch über das jüdische Jahr. Rosch Haschana und Sukkot, Chanukka und Purim, Pessach und Schawuot – die jüdischen Feiertage, über welche die Kinder in der Schule nicht nur viel lernen, sondern sie auch zusammen feiern, fehlten nicht.

Dynamisch Seit genau zwei Jahren arbeitet die Sinai-Schule nach dem neuen dynamischen Konzept der Ganztagsschule und erlebt damit die größte Veränderung in ihrer Geschichte. »Im zweiten Jahr haben wir die Erfahrungen des ersten Jahres aufgebaut und vieles ganz neu in diesem Jahr aufgebaut.
Auch für das kommende Jahr haben wir bereits neue Ideen«, so die Konrektorin der Sinai-Schule, Petra Eichenlaub, in ihrer Rede. Sie bedankte sich bei allen, die der Schule geholfen haben. Besonders erwähnte sie die Präsidentin Charlotte Knobloch, »die für die Belange der Sinai-Schule immer ein offenes Ohr hat«, und den Vorsitzenden der Schul- und Erziehungskomission, Michael Fischbaum, dem die Sinai-Schule stets am Herzen liege. In seiner Ansprache stellte Michael Fischbaum den Kindern der Sinai-Schule die Frage, ob sie viel Spaß am Lernen hatten. Das laute »Ja« kam spontan überzeugend. Fischbaum bedankte sich bei der langjährigen Direktorin, Antonia Ungar, die die Sinai-Schule »hervorragend leitet«, beim Lehrerkollegium, »das unermüdlich für die Kleinen da ist«, beim Elternbeirat, »der viele kleine und große Probleme im Stillen gelöst hat« und bei den Eltern, die »uns das Vertrauen geschenkt haben, uns ihr wertvollstes Gut anzuvertrauen«. Die gezielte und vielfältige Förderung der Kinder, wie zum Beispiel in speziellen Neigungsgruppen, ein außergewöhnlicher nach mittagsbetreuungsclub, die hohe Kompetenz des Lehrerkollegiums und nicht zuletzt die modern ausgestatteten Räume, all das hätte dazu geführt, dass die Sinai-Schule über die Grenzen Münchens hinaus einen sehr guten Ruf genieße. Für das Schuljahr 2009/2010 wären, bestätigte Michael Fischbaum, die drei ersten Klassen schon jetzt komplett ausgefüllt: »Wir sind leider am Limit«.

zusammen Stolz tragen die Sinai-Schulkinder ihre blauen T-Shirts, »Ganztagesgrundschule am Jakobsplatz« prangt mit dem Schullogo auf dem Rücken, und »Sinai-Schule München« auf der Brust. Auch das Lehrkollegium ist in blau-weißen Farben gekleidet. So erkennt man gleich, wie groß die Mannschaft der Sinai-Schule ist und wie gut alle aufeinander eingespielt sind. Eine Klasse nach der anderen singt und tanzt und spielt. Verschiedene, mitunter ganz exotische Musikinstrumente werden zum Klingen gebracht. Farbige Jongliertücher, mal mit bunten Bändern, wir- beln über die Bühne. Und zum letzten Lied kommen schließlich alle Kinder auf die Bühne. Der ganze Saal erhebt sich, und ein vielstimmiger Chor aus Kindern, Eltern und Lehrern singt die Hymne Israels, die Hatikwa.

Programm Esther Chmiel vom Elternbeirat bedankte sich bei allen Kindern für die schöne Vorstellung und bei dem Sponsor, der das Sommerfest in dieser Form ermöglicht hatte. Damit war der offizielle Teil zu Ende. In der Aula der Schule ging es dann noch lange weiter: mit Tombola, mit Spielen und mit einem koscheren Buffet.

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  18.09.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USA wollen Saudi-Arabien 48 moderne F-35-Kampfjets verkaufen

Die Tarnkappenjets gelten als die aktuell modernsten Kampfflugzeuge. Im Nahen Osten waren sie bislang dem US-Verbündeten Israel vorbehalten. Nun zeichnet sich ein geplanter Deal mit Saudi-Arabien ab

 18.09.2026

Magdeburg

AfD will FPÖ-Erfahrungen in Sachsen-Anhalt nutzen

»Von den politischen Erfahrungen der FPÖ können wir sicherlich profitieren«, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion

 18.09.2026

Kolumne

Fastenkurse im Bordbistro

Wieder mal Spaß gehabt mit der Deutschen Bahn: Über die Katastrophe eines Weltkonzerns

von Maria Ossowski  16.09.2026

Sachsen-Anhalt

BSW will AfD-Landtagspräsidenten mitwählen

Bundesweit ist es der AfD noch nie gelungen, das Amt eines Parlamentspräsidenten zu übernehmen – auch wenn sie die stärkste Partei war. Das könnte sich in Sachsen-Anhalt jetzt ändern

 08.09.2026

Bayern

Innenminister Herrmann geht von Brandanschlägen auf Rüstungsunternehmen aus

Nach einer Brandattacke auf eine Münchner Baustelle geht Bayerns Innenminister Herrmann von einem Anschlag mit politischem Hintergrund aus - und sieht ein größer werdendes Risiko

 03.09.2026

Berlin

Chabad-Gemeinde feiert 30-jähriges Bestehen

Musik, Street-Food und ein Festakt: Die jüdische Chabad-Gemeinde in Berlin hat ihr 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Dabei gab es auch einen virtuellen Ausblick auf ein großes Bauprojekt, das nächstes Jahr starten soll

 30.08.2026

Westjordanland

Auslandspresseverband in Israel fordert Schutz für Journalisten

Gewalttätige Siedler attackieren US-Journalisten im Westjordanland – der Auslandspresseverband warnt vor einem gefährlichen Trend

 30.08.2026

Antisemitismus

Ire in Frankreich verhaftet, nachdem er gedroht hatte, jüdisches Paar zu ermorden

Nachdem der Australier und seine Frau aus dem Tunesien-Urlaub zurück waren, gingen sie zur Polizei

 27.08.2026