Berlin

Internationales Auschwitz Komitee kritisiert »Schreckensfiguren« in AfD-Fraktion

Maximilian Krah (AfD) Foto: picture alliance / nordphoto GmbH

Dass Maximilian Krah und Matthias Helferich als Teil der AfD-Fraktion im Bundestag sitzen werden, hat das Internationale Auschwitz Komitee als Skandal bezeichnet. Dieser werde Deutschlands Bild nicht nur unter den Opfern nationalsozialistischer Verfolgung schwer beschädigen, erklärte Exekutiv-Vizepräsident Christoph Heubner am Dienstagabend in Berlin.

Er sprach von »Schreckensfiguren der AfD«. Dass sie nun in die Fraktion aufgenommen worden seien, offenbare eine »zynische Arroganz«. »Hoffentlich wird jetzt den vielen nicht rechtsextremen Wählerinnen und Wählern der AfD klar, wen sie auch gewählt und wozu sie die AfD ermächtigt haben.«

Lesen Sie auch

Nach problematischen Aussagen zu der von Adolf Hitler gegründeten SS (»Ich werde nie sagen, dass jeder, der eine SS-Uniform trug, automatisch ein Verbrecher war«) durfte Krah in der heißen Wahlkampfphase der Europawahl nicht mehr öffentlich auftreten. Zudem musste er seinen Platz im Parteivorstand räumen. In Brüssel wurde die AfD aus der ID-Fraktion ausgeschlossen.

Dennoch holte Krah jetzt bei der Bundestagswahl ein Direktmandat in seinem sächsischen Wahlkreis. Seit der Fraktionssitzung der Partei am Dienstag ist klar, dass Krah neben dem ebenfalls umstrittenen Politiker Matthias Helferich - dieser bezeichnete sich selbst schon mal als »das freundliche Gesicht des NS« - als Teil der AfD-Fraktion im Bundestag sitzen wird. kna

Interview

»Ein Raum für Resilienz«

Nachumi Rosenblatt über den Jugendkongress, unbeschwertes Feiern und den Austausch untereinander

von Helmut Kuhn  27.02.2025

Österreich

Koalition gefunden: Kein Kanzler Kickl

ÖVP, SPÖ und Neos haben sich auf die Bildung einer Regierung geeinigt

 27.02.2025

Judenhass

Wegen ihres Engagements gegen Judenhass: Morddrohungen gegen Uschi Glas

Im Internet gibt es Morddrohungen gegen die Schauspielerin Uschi Glas, weil sie sich seit längerem gegen Antisemitismus engagiert. Die Justiz ermittelt

 26.02.2025

Solidarität

Berlin erinnert an das Schicksal von Kfir, Ariel und Shiri Bibas

Kfir, Ariel und Shiri Bibas wurden am Mittwoch in Israel unter großer Anteilnahme beigesetzt. Auch in Berlin gab es eine besondere Geste des Gedenkens an die ermordeten israelischen Geiseln

 26.02.2025

Glosse

Gazas goldene Zukunft

Bärtige Bauchtänzer und Elon Musk isst Hummus am Strand, während Geld vom Himmel regnet: US-Präsident Donald Trump wirbt mit einem KI-Video für seinen Plan, den Küstenstreifen zur »Riviera des Nahen Ostens« zu machen

von Michael Thaidigsmann  26.02.2025

Berlin

Neue Ausstellung dokumentiert Pogrome gegen Juden

Konkret geht es um die Geschichte von fünf jüdischen Gemeinden, die allesamt von Pogromen betroffen waren, darunter Berlin im Jahr 1938 und Kibbuzim im Süden Israels am 7. Oktober 2023

 26.02.2025

Interview

»Ich werde Deutschland verlassen«

Hanna Veiler war zwei Jahre lang Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschland. Ein Gespräch über Entfremdung, Aktivismus im Ausnahmezustand und die Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren

von Joshua Schultheis  26.02.2025

Rechtsradikalismus

Pia Lamberty: AfD ist rechtsextreme Partei mit menschenfeindlichen Ideen

Die Radikalisierung in der gesamten Gesellschaft seit der Corona-Pandemie müsse in den Blick genommen werden, so die Extremismus-Expertin

 26.02.2025

Berlin

Antisemitismus-Kommission soll umgehend starten

Auch der israelisch-deutsche Psychologe Ahmad Mansour soll dem Gremium angehören

 26.02.2025